Versöhnlicher Saisonabschluss im Derby gegen Löbtau

Unsere Erste

11.06.2018

Nachdem durch die Ergebnisse in der Landesliga und der Landesklasse Ost der Klassenerhalt für den FV Hafen bereits feststand, bot sich aufgrund des überraschenden Remis von Turbine gegen den bereits als Absteiger feststehenden BSV Lockwitzgrund in der Vorwoche nun am letzten Spieltag doch noch die Chance auf den 11. Tabellenplatz zu springen. Der Gegner zur morgendlicher Anstoßzeit um 8:45 Uhr war die zweite Vertretung der SpVgg Dresden-Löbtau, was zumindest den Anreiseweg auf wenige hundert Meter reduzierte. Löbtau steht nach einer starken Rückrunde auf einem gesicherten Mittelfeldplatz, das Hinspiel konnte Hafen knapp mit 2:1 für sich entscheiden.

Aufgrund der Personalsituation (zahlreiche Defensiv-, aber zu wenige Offensivspieler) fand sich der ein oder andere Spieler auf einer für ihn eher ungewohnten Position wieder. Nachdem das Team aber die ersten 15 Minuten und ein, zwei kritische Situationen schadlos überstehen konnte, stabilisierte sich die Mannschaft zusehends in der Defensive und bis zur Pause konnten die Hafener sich auch die ein oder andere Chance herausspielen, welche jedoch nicht zum Torerfolg führte, sodass es torlos in die Pause ging. Ärgerlich war v.a. die frühe verletzungsbedingte Auswechslung von Libero Marcus Zschätzsch, dem wir auf diesem Wege gute Besserung wünschen bzw. hoffen, dass die Verletzung nicht allzu schwerwiegend ist.

In der zweiten Hälfte übernahmen die Jungs von der Saalhausener Straße dann zusehends das Kommando und erspielten sich nach zahlreichen Durchstößen über die außen mehrere gute Möglichkeiten, verpassten es jedoch (mal wieder) sich zu belohnen. Dazu fand ein (regulärer) Treffer von Stefan Grohme wegen einer angeblichen Abseitsstellung keine Anerkennung und nach Foul an Silvio Kontek im Strafraum blieb auch der Pfiff des Schiedsrichters aus. Löbtau kam nur einmal gefährlich vor das Hafen-Tor, jedoch konnte Keeper Carl Seyb gegen den gegnerischen Stürmer klären. Als sich viele schon auf ein torloses Remis einrichteten, konnte der FV Hafen zwei Minuten vor Ende die Partie doch noch zu ihren Gunsten entscheiden. Nach einem Missverständnis im Löbtauer Mittelfeld wurden Mathias Beitke und Christian Schroetel auf einmal gegen nur einen Verteidiger auf die Reise geschickt. Nach einem schönen Zusammenspiel konnte Christian Schroetel in gewohnt eiskalter Manier vollstrecken. Wenige Minuten später wurde die Begegnung abgepfiffen und somit konnten (insgesamt verdient) alle drei Punkte vom Kontrahenten von der Malterstraße entführt werden.

Durch die gleichzeitige Niederlage von Turbine gegen den ESV Dresden beendete der FV Hafen die Saison nach 24 Spieltagen (Sportfreunde 2. hat ja zurückgezogen) auf dem 11. Tabellenplatz mit 24 Punkten und 38:61 Toren (Vorjahr: 19 Pkt. aus 26 Spielen, 12. Platz). Erfreulich ist dabei zum einen die gute Heimbilanz, welche mit 5 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen sogar positiv ausfällt, zum anderen die sowohl punkte- als platzierungstechnische (wenn auch geringe) Steigerung zum Vorjahr, so dass man nicht bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern musste. Auch positiv zu bewerten ist die deutliche Reduzierung an Karten, was sich am Ende auch in der Fairplay-Tabelle mit Rang 3 wiederspiegelt (Vorjahr: 11. Platz). Bemerkenswert ist noch, dass trotz teilweise auftretendem Personalengpässen sich insgesamt 17(!) Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten.

Insgesamt wurde somit eine teils turbulente Saison (u.a. Trainerwechsel im Spätherbst 2017) zu einem versöhnlichen Ende gebracht. Gelingt es der Mannschaft über die gesamte Saison hinweg noch konstanter in ihren Leistungen aufzutreten (jetzt wechselten sich im Saisonverlauf immer wieder starke und schwache Phasen ab, bspw. folgten 5 Siegen aus 6 Spielen rund um die Winterpause anschließend leider 5 Niederlagen am Stück), sollte es in der nächsten Saison durchaus möglich sein einen Platz im Tabellenmittelfeld einzunehmen.

Aufstellung: Seyb – Proy, Zschätzsch (26. Kontek), Doering (65. Prescher) – Hoppe (73. Mulansky), Grohme, Anderssohn, Günther, Fütterer – Schroetel, Beitke